Umfragen haben ergeben: Besenreiser treffen jedes Geschlecht… doch wie entstehen sie überhaupt?

Schon in jungen Jahren klagen viele Frauen über die unschönen in den häufigsten Fällen an den Beinen, aber auch an Armen oder im Gesicht, sichtbaren kleinen blauen Verfärbungen unter der ansonsten oft so makellos erscheinenden Haut. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Zeit für kurze beinfreie Kleidung und Bademoden gekommen ist, fallen die durch die Haut durchscheinenden Venen ganz besonders ins Auge. Bei älteren Frauen sollen im Laufe des Lebens sogar fast 50 Prozent betroffen sein. Zwar seltener vorkommend als bei den Frauen, können aber auch Männer verschiedenartige Probleme mit den sogenannten Besenreisern haben.

Fragen die beantwortet werden

Was aber genau sind Besenreiser und sind sie Anzeichen vielleicht für eine gefährliche Erkrankung?
Welche Mittel und Medikamente können helfen oder wie können Besenreiser entfernt werden?

Diesen und weiteren Fragen soll im Folgenden näher eingegangen werden.

Was genau sind Besenreiser und welche Gefahren für die Gesundheit können von ihnen ausgehen?

Von Weitem betrachtet sehen Besenreiser häufig wie mehr oder weniger große blaue Flecken auf der Haut aus. Bei genauem Betrachten sind aber die kleinen wie feine Haare wirkenden Äderchen, die in einer Farbskala von Gelb über Rot und Rotbraun bis hin zu blauen und violett-schwärzlichen Verfärbungen auftreten können, gut zu erkennen. Wie kleine Büschel eines Reisigbesens können sie ganze Hautpartien überziehen und haben aus diesem äußeren Erscheinungsbild ihren Namen erhalten. Das Vorkommen ist am häufigsten an den Beinen, hier im Bereich der Oberschenkelaußenseiten, oberhalb der Kniekehlen oder den Unterseiten der Waden. Aber auch an den Armen und Händen können die Besenreiser in selteneren Fällen entstehen. Besonders unschön wirken die kleinen Hautverfärbungen im Gesicht, hier können besonders die Wangen und die Nasenpartie betroffen sein. Die medizinische Bezeichnung für Besenreiser lautet „Besenreiservarizen“ und wird als Erkrankung auch „Besenreiservarikose“ genannt.

Straffe Beine zu sehen

Dabei definieren die Bezeichnungen „Varizen“ und „Varikose“ auch das, was Besenreiser sind:

Kleine durch die Haut durchscheinende Venen, die sich aufgrund einer Venenschwäche auch zu den unschönen verästelten blauen bis sogar violett oder schwärzlich wirkenden Krampfadern entwickeln können. Varizen ist dabei der Name für Krampfadern und Varikose der Name für die damit verbundene Erkrankung bzw. das Venenleiden. Die Besenreiservarikose ist dabei im Allgemeinen nicht gefährlich. Allerdings sollte von einem Arzt dennoch abgeklärt werden, ob nicht doch eine Erkrankung der größeren tiefer liegenden Venen vorliegt und in dem Fall mit der Ausbildung von „richtigen“ Krampfadern mit allen möglichen Begleiterscheinungen einhergehen kann. In den häufigsten Fällen verursachen die Besenreiser auch keinerlei Schmerzen. Bei einer großen Anhäufung auf einem relativ kleinen Hautareal kann es aber zu Druckempfindlichkeit und leichten Schmerzen durch eine Überwärmung der betroffenen Hautstellen kommen.

Ursachen und Entstehung der Besenreiservarizen

Varizen entstehen durch einen verlangsamten Bluttransport in den Venen. Da das Blut in den Venen aus den sogenannten Kapillargefäßen, den kleinen Adern in Nähe der Hautoberfläche nach der Blutversorgung wieder zum Herzen zurückgeführt wird, ist dieses Blut dunkelrot und mit Kohlendioxid angereichert, im Gegensatz zu dem hellroten und damit sauerstoffreichen Blut der Arterien. Diese dunkelrote Färbung des Blutes lässt die Venenwände blau erscheinen. Ist der Rücktransport des Blutes durch verschiedene Ursachen behindert und dadurch verlangsamt, kann es zu einem Rückstau bis in die feinen dicht unter der Haut liegenden Venen führen. Dadurch erklärt sich auch die mögliche erhöhte Wärmebildung in den betroffenen Hautstellen.

Bei größeren Varizen den sogenannten Krampfadern kann es zu Veränderungen des Venengewebes kommen und sich die nicht ungefährlichen Aussackungen in den Venenwänden bilden. Da kleine Klappen in den Venenwänden für den Transport des Blutes sorgen, können sich in diesen Aussackungen und an den Klappen durch den Rückstau mehr oder weniger leicht kleine Blutpfropfen bilden, die dann zu der gefährlichen Folgeerkrankung der Thrombose führen können. Aus diesem Grund ist es in jedem Fall ratsam einen Arzt aufzusuchen und die Varizenerkrankung der tiefer liegenden Venen behandeln zu lassen. In den häufigsten Fällen wird die Entfernung der betroffenen Venen empfohlen. Die Besenreiservarizen werden aus gesundheitlichen Gründen oftmals nicht entfernt, können aber aus kosmetischen Gründen in verschiedenen Weisen behandelt werden.

Als Ursache für Besenreiservarizen wird sehr oft eine vererbliche Disposition festgestellt. Das bedeutet, dass sich die Venenschwäche von den Eltern auf ihre Kinder oder Enkelkinder weitervererbt. Diese Venenschwäche kann dann in Form einer allgemeinen Bindegewebsschwäche bestehen, die sich auch auf die Hautwände der Venen negativ auswirkt. Aber auch langjährige Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems können zu den Ausbildungen von schwereren Venenerkrankungen und den damit verbundenen Entstehungen von Besenreiservarizen an der Peripherie des Gefäßsystems führen. Seltener ist die Ausbildung von Besenreisern nach Unfällen, zum Beispiel durch gequetschte und damit beschädigte Venengefäße sowie einer damit verbundenen Erschwerung des Bluttransportes. Viele weitere Informationen zu Besenreisern, Krampfadern, Venen- und Folgeerkrankungen sind zum Beispiel zu finden auf der Internetseite: http://www.medizinfo.de/venen/